Making-Of
Wie in den Bildern zu sehen ist, wurden für die Aufnahme mehrere Gitarren-Spuren, eine Bass-Spur und ein programmiertes Schlagzeug verwendet. Gitarre und Schlagzeug wurden mit reichlich Effekten wie Delay, Chorus und Verzerrung verändert.
Auf dem rechten Bild sieht man die Gesamtübersicht aller verwendeter Spuren in Ableton live, welches für die Erstellung der Soundcollage verwendet wurde. Wie auf diesem und dem folgenden Bild zu erkennen ist, wurden hierbei 10 verschiedene Spuren verwendet, 5 alleine für Fills, also meist kurze, prägnante Einschübe mit der Gitarre.
Dazu kommen noch jeweils eine Spur für den E-Bass, welcher mit dem Schlagzeug für das rhythmische Grundgerüst der Aufnahme sorgt.
Dabei ist allerdings zu beachten, dass sowohl Bass als auch Schlagzeug erst zur zweiten Phase des Stückes in das Arrangement eingefügt werden.
Die Gitarre, mit der alle Melodien eingespielt wurden, ist eine normale E-Gitarre, die über ein USB-Interface an den PC angeschlossen wurde.
Dieses Interface, der Toneport UX1 von Line6, ist ein vollständiges Modeling-Tool für Gitarre, E-Bass und Gesang. Hier wurde also ein passender
Verstärker, entsprechende Boxen und die wichtigsten Effekte ausgewählt, eine Übersicht zeigt folgendes Bild, ein Ausschnitt aus der Gearbox,
der Software, die den Toneport mit dem PC verbindet:
Hier ist zu sehen, dass in Reihe geschaltet ein Noise-Gate, welches Störgeräusche verhindern soll, ein Wah-Wah (lässt den Sound in etwa so klingen
wie der Name schon sagt), dann eine Stomp-Box, welche hier als Verzerrer benutzt wurde, ein Kompressor, der den Sound dichter und gleichmäßiger
macht, ein Equalizer, der bestimmte Frequenzen betont und andere abdämpft, eine Modelierung namens Chorus, welcher den Sound mehrstimmmig wirken
lässt, ein Delay, welches den Sound hier minimal nach hinten verschoben immer wieder wiederholt und ein sogenannter Reverb, welcher für eine
gewisse Art von Raumgefühl sorgt, als Effekte verwendet wurden.
In obigem Bild sind zwei verwendete Effekte, dieses Mal in Ableton live, näher zu erkennen: Auf der linken Seite ist ein Kompressor aktiv,
der das Signal ab einem bestimmten Pegel hinunterregelt, um die Dynamik etwas einzuschränken und die Lautstärke gleichmäßiger zu machen.
Auf der rechten Seite ein Equalizer, der für den E-Bass verwendet wurde. Es ist eine leichte Anhebung in dem für E-Bässe wichtigen Frequenzbereich
um 100 Hertz ebenso wie eine Absenkung des Signals im Sprachbereich des Menschen, der hier für die Gitarre freigeräumt wurde, zu erkennen.
(Dieser Bereich befindet sich etwa zwischen 1 - 4 kHz)
Zu guter Letzt noch ein paar Ausschnitte aus aus Addictive Drums, einem VST-Plugin, welches als Midi-Spur in Ableton live eingefügt wurde
und das leichte Programmieren und Editieren von Schlagzeug-Spuren ermöglicht:
Verwendete Hard-/Software:
- Ableton Live
- Line6 Toneport UX1
- Addictive Drums
- E-Bass und E-Gitarre
Aufnahme
Klavier:Alternative content
Pulses:Alternative content
Sphere:Alternative content
Gesamt:Alternative content
Making-Of
Dramaturgische Änderungen können auditiv dargestellt werden mit:
- kontinuierlicheLautstärkeveränderungen
- kontinuierliche Tonhöhenänderungen
- Obertöne werden weniger/mehr
- Einsatz von neuen Klängen (möglichst platziert an neuem Stereo-Ort)
- Rhythmus wird schneller/langsamer
- Frequenzzentrum verschiebt sich zu höheren/niederen Frequenzen
- Zunehmende/abnehmende Dissonanz
Ich habe die Sounds Klavier, pulses und sphere ausgesucht. Wie links zu erkennen ist, habe ich mit jedem Sound
unterschiedliche Bereiche der Dramaturgiekurve dargestellt. Ich werde in den folgenden Abschnitten einzeln auf jeden Sound eingehen
und erklären, mit welcher Veränderung ich diesen versehen habe.
Klavier
Mit diesem Sound habe ich die rot markierten Bereiche der Kurve dargestellt. Als dramaturgische Änderung habe ich mich für
die kontinuierlichen Tonhöhenänderungen entschieden.
Zuerst wurde der erste Ton der Sounddatei herausgeschnitten und mehrfach
hintereinander platziert, dann die Tonhöhe verschoben, was man auf dem Screenshot rechts erkennen kann.
Es gibt drei rote Bereiche, die durch das Klavier dargestellt werden (siehe unten), beim ersten ist die Intensität unverändert
sehr hoch, bei den anderen darauffolgenden beiden unverändert sehr niedrig. Das habe ich versucht durch eine Anpassung der Tonhöhe
darzustellen. Für den ersten Bereich habe ich die Tonhöhe deutlich nach oben verschoben (8 Halbtöne), für die beiden übrigen Bereiche
die Tonhöhe nach unten hin verschoben (-8 Halbtöne).
Hier ist nun die gesamte Spur zu sehen:
Bitte unten auf "Übung 2: Dramaturgischer Verlauf #2 klicken, um zum Making-Of der beiden Übrigen Sounddateien zu gelangen.
Pulses
Der Sound mit dem Namen pulses wurde für die 4 blauen Bereiche (siehe links) verwendet. Wie zu erkennen ist,
fällt die Kurve hier 3 Mal schlagartig und einmal (4) etwas gemächlicher ab. Dazu habe ich den Rohsound pulses
umgedreht, damit die Lautstärke wie im Original (hier umgekehrt) absinkt. Als Veränderung habe ich mir die Nummer
5, die Veränderung des Rhythmus, ausgesucht.
Rechts sind als Screenshot die Veränderungen (1) und (2) zu sehen. Hier kann man gut erkennen, dass bei (1) der
Sound umgedreht wurde und bei (2) der Sound sowohl wie im Original als auch umgedreht verwendet wurde.
Dies lässt sich mit der Dramaturgiekurve erklären, da das Ausgangsniveau bei (2) vor und nach diesem Abschnitt sehr
niedrig ist, wird so ein passender Übergang geschaffen. Um das starke und schnelle Absinken darstellen zu können, habe ich
den Sound stark in seinem Rhythmus beschleunigt. Dies wurde realisiert mit dem Effekt "Geschwindigkeit ändern" in Audacity.
Wie deutlich zu hören ist wirkt sich dieser stark auf Tonhöhe und Tempo aus.
Hier ist links ein Screenshot dieses Effektes zu sehen. Die ursprüngliche Datei wurde in ihrer Geschwindigkeit um über 150% angehoben,
dadurch entsteht eine gewisse Dramatik und in Kombination mit der Umdrehung der gewünschte Effekt, nämlich die Darstellung des rapiden
Abfalls in der Kurve. Die Bearbeitung der Datei pulses in ihrer Gesamtheit ist auf folgendem Screenshot zu erkennen:

Zum Vergrößern bitte auf den Screenshot klicken!
Sphere
Der Sound mit dem Namen sphere wurde für die 3 grünen Bereiche (siehe links) verwendet. Wie zu erkennen ist,
steigt die Kurve in allen Bereichen eher gemächlich an. Um diesen Effekt darzustellen, habe ich mich für
eine kontinuierliche Veränderung der Lautstärke [1] entschieden. Dazu habe ich einzelne Teile der Spur markiert und
über den Effekt "Verstärken" in Audacity einen Anstieg der Lautstärke geschaffen. Dieser Effekt erklärt sich im Prinzip von alleine,
zur Verdeutlichung hier einmal die gesamte Spur, auf der die 3 angesprochenen Bereiche auch gut zu erkennen sind:
Zum Abschluss noch ein Bild des gesamten Projektes in Audacity:
Aufgabenstellung
4. Platzieren Sie ein weiteres noch nicht benutztes Soundfile in einer 4. Spur
5. Bearbeiten und verwenden Sie es als verbindendes Element, d. h. es soll über die ganze Länge
Ihrer Produktion verlaufen, soll jedoch den anderen Spuren genug (auditiven) Raum lassen
(kein durchgehender Rhythmus verwenden!)
6. Ordnen Sie Ihre Tracks im Stereoraum an (Panning), so, dass sie die Dramaturgie unterstützen
Ergebnis

Es wurde die Datei clar_contemp ausgewählt und mit verschiedenen Änderungen versehen. Zuerst wurden 2 Teilbereiche der Datei ausgeschnitten und mehrfach hintereinander kopiert. Im nächsten Schritt wurden diese mit Effekten versehen. Wie in Teil 1 der Aufgabe schon erklärt, habe ich sowohl Lautstärke und Geschwindigkeit als auch Tonhöhe angepasst. Damit kein durchgehender Rhythmus entsteht, habe ich die Datei selbst wieder in mehrere Unterbereiche geteilt und verschiedenene Phasen kreiert. Weiterhin habe ich die Spuren im Raum angeordnet (siehe Screenshot unten), die Klavierspur befindet sich zum Beispiel sehr weit links.
Gesamt:
Alternative content


