Viele besuchen in den Ferien ihre Verwandten oder gehen in den Urlaub. Christine Huber verändert ihren Namen. Das noch auf der konventionellen Ebene: Sie hat geheiratet und heißt nun Christine Blattert. Wir gratulieren und porträtieren sie, indem wir populäre Lehrer-Klischees an Hand von Christine Blattert überprüfen.
Klischee Nr.1: Wenn man nicht weiß, was man werden soll, wird man einfach Lehrer oder doch Politiker. Sie wollte nie Lehrer werden. Anfangs hatte sie nicht vor zu studieren und war an einer Berufsakademie. Jedoch merkte sie bald, dass dies nichts für sie war.
Schnell merkte sie, dass ihr der Lehrerberuf sehr viel Spaß macht und es die richtige Entscheidung war. Die Studienzeit empfand die junge Lehrerin als sehr locker, da es die Studienabschlüsse Bachelor und Master noch nicht gab. Zunächst studierte sie Deutsch, Englisch und Geschichte. Deutsch war aber absolut nicht ihr Fachgebiet. Somit begann sie erst später mit ihrem Spanisch-Studium. Die Liebe zur Geschichte entdeckte Christine Huber durch ihren damaligen jungen und motivierten Lehrer in der Oberstufe, der das sonst von ihr als langweilig empfundene Fach sehr interessant gestaltete. .
Klischee Nr.2: Lehrer haben, so heißt es, zu oft und zu lange Ferien. Sie verreisen gerne. Christine Blattert war schon in ihrer Kindheit oft weg. Vor allem aber ging die Freiburgerin des Öfteren in die USA. Dort fand sie ihre Liebe zum Amerikanischen und begann später ihr Englisch-Studium. Nach ihrem Examen, das mit viel Aufwand verbunden war, ging sie ein Stück auf dem Jakobsweg, um den Stress hinter sich zu lassen. Sie würde gerne nach Kroatien, Italien und vor allem aber nach Südamerika, um dort ihre langen Ferien, die die Lehrer als „unterrichtsfreie Zeit“ bezeichnen, zu verbringen.
Klischee Nr.3: Lehrer sind die missverstandenen Kinder unserer Generation. Sie selbst beschreibt sich als eine ruhige, lebensfrohe und sehr ironische Persönlichkeit, was auch von den Kollegen bestätigt wird. Jedoch meint sie, dass ihre Schüler ihre ironische Art nicht verstehen oder missverstehen und sie eher als eine ernste und strenge Lehrerin wahrnehmen.
Klischee Nr.4: Lehrer sind notorische Besserwisser. Dies lässt sich sehr gut an Christine Blattert belegen. Christine Blattert liest gerne historische Romane. Jedoch hat sie die wunderliche Neigung, die historischen Ereignisse in den Romanen auf Richtigkeit zu überprüfen. Da kommt der Lehrer in ihr zum Vorschein!
Klischee Nr.5: Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei! Auch wenn man es nicht glauben will, haben Lehrer ein Leben außerhalb der Schule. Die frischgebackene Braut spielt nachmittags gern Tennis und muss sich in ihrer Freizeit um ihren Hund kümmern.
So viel zu den Klischees! Was sagen ihre Kollegen über sie? Von ihren Kollegen wird Christine Blattert als eine lustige, freundliche und hilfsbereite Person empfunden. Frau Blattert und Frau Joosten verbrachten ihre Schulzeit gemeinsam und machten zusammen das Abitur. Später fanden sie sich wieder am OHG zusammen. Die junge Lehrerin war schon während der Referendariatszeit bei uns an der Schule und blieb am OHG. Was war denn an unserer Schule, außer den tollen Schülern, so anziehend? „Die Atmosphäre im Lehrerzimmer ist sehr toll!“ Da auch das Lehrerkollegium zum größten Teil aus jungen Lehrern besteht, findet Christine Blattert das Kollegium sehr dynamisch. Auch sei es sehr angenehm, wenn man nach einer gewissen Zeit fast alle Schüler kennt, da unsere Schule relativ klein ist. Außerdem seien die Kollegen sehr hilfsbereit. Wenn man mal etwas nicht weiß, könne man sie fragen. Alle? „Naja, die meisten.”

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