Uns wurde von den Initiatoren dieser Homepage die Vorgabe auferlegt, sachlich zu bleiben und auf jede Art von Verunglimpfungen und unliebsamen Wahrheiten über Personen zu verzichten.Die anarchische Version dieser Homepage wird gerade programmiert und wird in Kürze unter dem Namen DIE ANARCHISCHE SPONKPAGE im Internet zu finden sein. Auf Außenstehende mag es vielleicht etwas befremdlich wirken, daß an unserer Schule zwei Schülerzeitungen existieren. Bei genauerem Betrachten wird man allerdings feststellen, daß die Gegensätze kaum größer sein könnten. SPONK! möchte nämlich primär unterhaltsam und lustig sein, und nur zweitrangig informiern.Konkret heißt das: Satiren auf Foto-Love-Stories und Umfragen nach den sexiesten Lehrern anstatt mehrseitiger Biographien berühmter Schriftsteller. Letzteres ist das Metier der Pennetrant. Letztendlich wird wohl jeder Schüler selbst entscheiden, welche Zeitung er vorzieht. Auf jeden Fall stellt die Medienvielfalt eine große Bereicherung für das Fürstenberg-
Gymnasium dar.
ÜBER SCOUTRANZEN UND PAPIERFLIEGER Aus dem Leben eines geplagten Oberstüflers
LEHRER SCHREIBEN SCHULAUFSÄTZE Deutschlehrer Eckart Zundel "interpretiert" ein von uns verfasstes Gedicht...
DR.ESEL RÄT Unser fundiertes und einfühlsames Beratungsteam
LET'S TALK ABOUT TALK Abrechnung mit Arabella und Co.KÖNIG KUNDE ?! Über den "Kundenservice" in einem nahegelegen Supermarkt
NACHSITZEN LIVE Über die brutale Ausbeutung unschuldiger Schüler
RAUCHEN ZUM WOHLE DER MENSCHHEIT Rauchverbot an unserer Schule = Niedergang der Menschheit ?
ZURÜCK ZUM HAUPTMENÜ
Über Scoutranzen und Papierflieger Aus dem Leben eines geplagten Oberstüflers Es ist immer dasselbe: Wenn ich morgens im Halbschlaf zur Schule radel , muß ich nicht nur aufpassen, daß unser Freund und Helfer mir keine Knolle wegen Fahrens ohne Licht verpaßt, sondern auch, weil ich sichergehen kann, daß hinter der nächsten Kurve eine Ladung kreischender, gackernder Fünftklässler darauf wartet, gerade dann die Straße zu überqueren, wenn ich mit meinem Rad um die Ecke dampfe. Nicht, weil es mir schade um die Kleinen wäre. sondern weil ich mir mein Rad nicht verkratzen will, bremse ich in letzter Sekunde und warte. bis die Meute sich verzogen hat.' Aber das ist noch lange nicht der einzige Fall, bei dem diese nervigen kleinen Attentäter einen armen, gebrechlichen Oberstüfler in den Wahnsinn treiben. Z.B. auch bei meinem täglichen Kaffee: gerade gezapft, und schon rennt mich von hinten ein hyperaktiver, gemeingefährlicher Gnom um und mein Kaffee ergießt sich über das weiße Hemd eines zwei Meter großen Schlägertyps. Dann auch die zahlreichen blauen Flecken. die nach Schulschluß beim Wer-drängelt-sich-am-sadistischsten-durch-den-Haupteingang entstehen; verursacht durch brutales Umsichschlagcn und natürlich auch durch die ach so harten Kanten der Scoutranzen. Freilich muß man sich auch in die Kleinen hereinversetzen. Hochmotiviert , leistungsfähig und wissensgeil sind sie natürlich darauf aus, möglichst schnell nach Hause zu kommen, um sich dort so bald wie möglich mit Liebe auf die Hausaufgaben stürzen zu können. Auch die für uns so sinnlos erscheinenden Papierflieger, die nach Gebrauch so unschön im Glaskasten herumgammeln könnte man als ausgefallene Vorbereitung für den BK-Unterricht auffassen und noch dazu als aerodynamischen Forschungsversuch für Physik; ebenso trägt das Geschrei und Geschnatter der Stimmbildung bei und dient somit dem Musikunterricht. Also sollten wir uns wirklich mal an die eigene Nase fassen angesichts dieser enormen Arbeit und Motivation die die Unterstüfler fürs Allgemeinwohl leisten. Sind wir wirklich schon so senil , so verständnislos für diese lebensfrohe Jugend ? Haben wir, die wir für jede ausgefallene Unterrichtsstunde auf die Knie fallen und dem Herren dafür danken , die wir mit Liebe und Frohsinn unsere Hausaufgaben vergessen, die wir aus völliger Überzeugung den verpassen , haben wir denn wirklich das Recht , diese sozialen, freundlichen und strebsamen Wesen zu diskriminieren, zu verfolgen und zu verachten ? Ich glaube schon !
Lehrer schreiben Schulaufsätze
Deutschlehrer E.Z. interpretiert ein von uns verfasstes Gedicht
Das Gedicht: Ode an das Waldfest Wir werden jetzt nach Aufen laufen, um 'nen Haufen zum Saufen zu kaufen und später dann, unter Ächzen und Schnaufen, mit letzter Kraft uns zusammenraufen und von Aufen nach Hause laufen. Die Interpretation "Ode an das Waldfest"- Welch ernste Feierlichkeit atmet doch dieser Titel dieses kleinen Gedichtchens, welchen tiefen Gefühle bringen die Worte "Ode", "Wald" und "Fest"zum Schwingen! Und die durch den Titel erzeugten Erwartungen werden nicht enttäuscht, wenn man sich nun dem Gedicht selbst zuwendet. Der Wechsel vom vierhebigen Jambus in Vers eins, drei und vier zur freieren daktylischen Rhythmen in Vers zwei und fünf geben dieser Ode eine leicht taumelnde Beschwingtheit, die vorzüglich den Inhalt widerspiegelt.Aber auch die Lautform dieses sprachlichen Gebildes verströmt eine sanft trunkene Magie, den vom ersten Vers an wird man eingelullt durch die Assonanz "au" und so auf den Inhalt eingestimmt. Nimmt man nun den Inhalt bewußt zur Kenntnis, so stellt sich beim hochgestimmten Leser zuerst zwar eine leicht Ernüchterung angesichts einer gewissen, nicht zu übersehenden Trivialität des Dargestellten ein, doch gleich erinnert man sich der Worte eines hochverehrten ehemaligen Deutschlehrers, daß große Dichter ihre Aussagen hinter Symbolen zu verschlüsseln pflegen. Welches Wort aber könnte uns hier den Weg zur wahren Aussage des Dichters zeigen ? Ein Blick auf die Statur der Ode gibt uns einen Fingerzeig: Daß das Gedicht durch das Wort "Aufen" in Vers eins und Vers fünf eingerahmt wird, kann kein Zufall sein, hier muß die Interpretation ansetzen! "Aufen"- gewiß ist dies auch der Name eines kleinen idyllischen Dörfchens auf der Baar mit einem bei jungen und alten Menschen recht beliebten Grill- und Festplatz, aber dieser Name enthält doch auch einen "Auf-ruf" so als wollte der Dichter uns sagen: "Auf, ihr Menschen, auf zu höheren Zielen und Idealen!" Sinnreich will er uns also ermuntern, nicht im Alltagstrott zu versumpfen, sondern unserem Leben einen höheren Sinn zu geben! Und in der Tat fugen sich dieser Aussage in glänzender Weise auch die anderen Schlüsselworte des Gedichts. Das "Saufen" erinnert uns daran, daß wir uns auf diesem Weg zu Höherem mit geistiger Nahrung stärken müssen und zwar gleich mit einem ganzen"Haufen" ' weil der Weg lang ist. Leider ist der Weg auch mit zahlreichen Entbehrungen und Anfechtungen gepflastert. Wird es da nicht öfter zu einem "Ächzen und Schnaufen" kommen, werden diese Menschen bei ihrem "Auf-bruch" sich nicht des öfteren "mit letzter Kraft zusammenraufen" müssen, um vor ihrem hohen Ziel nicht zu ermatten ? Aber der Dichter versäumt es nicht, solchen edlen Vertretern des Menschengeschlechts auch die Belohnung vor Augen zu stellen: "nach Hause" werden sie gelangen, und damit ist gewiß nicht das eigene unaufgeräumte Zimmer gemeint, vielmehr werden wir, wenn wir auf diesem Weg dem Dichter gefolgt sind, unser Haus im lümmel finden und im Olymp der wahren und großen Geister ein fröhliches Fest feiern! Wieder einmal erweist es sich, daß uns die großen Dichter etwas zu sagen haben - wenn wir uns nur die Mühe geben, ihre Kunstwerke genau zu lesen, und uns um den Schlüssel zum echten Verständnis ihrer Worte bemühen. Ein kleines, auf den ersten Blick fast banal erscheinendes Sprachgebilde erweist sich so also in Form und Inhalt als bedeutendes Vermächtnis eines Dichters an alle Menschen die sich zu höherem berufen fühlen.
Unser Thema heute: Selbstmord
"Hier schreibt euch ein 16-jähriger, total verzweifelter Junge. Als ich neulich in der 'Bravo' den Bericht von B. las, der sich, weil er zuwenig Freun- de hatte, aufgehenkt hat, mußte ich mich doch sehr wundern, daß man sich wegen so einer Lappalie umbringt. Ich persönlich habe mich deshalb umgebracht, weil meine kleine Schwester meine Legoburg kaputtgemacht hatte, und damit mein Leben keinen Sinn mehr hatte. Als mich mein bester Freund A. so blutüberströmt am Boden liegen sah, dachte er, daß das doch eine gute Idee wäre, um das triste Leben etwas aufzuheitern. Doch so einfach war's dann doch nicht: Dreimal nahm er eine Überdosis Schlaftabletten - er wurde gerettet. Beim vierten Versuch stieg er mit einem um den Körper gewickelten Kabel in die mit Wasser gefüllte Badewanne - die Sicherung flog raus. Beim fünften Mal riß das Seil, mit dem er erhängen wollte. Dann wollte er sich mit Gas vergiften, wobei sich aber im Nachhinein herausstellte, daß das Gas ein Stickstoff-Sauerstoff Gemisch (Anm. d. Red.: Auch Luft genannt) war. Nach diesen mißlungenen Versuchen ist mein Freund total trübsinnig geworden. Seine ganze Lebensfreude ist dahin. Jetzt denkt er sogar schon an Selbstmord. Da ich sein bester Kumpel bin und mit ihm schon im Kindergarten befreundet war, möchte ich ihm helfen. Weil er selber zu schüchtern ist, möchte ich euch um ein paar Tips für ihn bitten."
Dr. Esel rät: Wir waren, ehrlich gesagt, sehr betroffen über Deinen offenen Brief. Zuerst einmal zu Dir: Was sich Deine kleine Schwester da geleistet hat, hat eindeutig das erträgliche Maß überschritten. Daher können wir Deinen Schritt voll und ganz verstehen, wir hätten wahrscheinlich auch so gehandelt. Doch Dein Freund scheint ja noch ein viel gravierenderes Problem zu haben. Leider können wir, da es immer auf die jeweilige Person ankommt, hier keine allgemeinen Tips geben. Doch wir empfehlem ihm das Buch "Die besten 100 Selbst- mordtips" von Kurt Cobain ( er- schienen im SM-Verlag ), in dem sehr einfühlsam und informativ darüber berichtet wird. Zum Schluß noch ein persönlicher Tip, wie wir beide mit dem gleichen Problem fertiggeworden sind. Das Photosynthesespiel von R. Kohler gibt den Härtesten (sogar Hannes Sp.) den Rest.
Den ganzen Nachmittag wird im deutschen Fernsehen gelabert. Warum?! Und worüber eigentlich?!
"Ich will Hausfrau werden!", "Zwischen Disko und Kloster - wofür lebe ich eigentlich?", "Frauen sind die besseren Männer!", "Dein Ökoterror geht mir auf die Nerven!". Mit Themen von so elementarer Wichtigkeit wie den oben genannten locken Arabella und Co. Täglich Millionen von Zuschauern an den Bildschirm.und wenn die Zuschauer dann erst mal vor der Glotze sind, wird ihnen auch ordentlich `was geboten: Da entschuldigt sich Petra tränenreich bei ihrem Ex-Freund dafür, daß sie sich ohne sein Wissen die Spirale hat ziehen lassen, um ihn mit einem Kind an sich zu binden;da erzählt Susanne, daß sie, wenn sie Streß hat, immer so lange mit dem Kopf gegen die Wand schlägt, bis sie vor lauter Schmerzen den Streß vergessen hat; da erzählt Martin, warum ihm auf keinen Fall mehr eine Jungfrau ins Bett kommt ("Also, ich hab` das jetzt bestimmt schon zehnmal ausprobiert, und ich weiß jetzt, daß es mir keinen Spaß macht, wenn ich der erst alles beibringen muß."). Etwas irritierend ist an der ganzen Sache nur, daß Talkgäste von Arabella drei Wochen später schon mal in einer anderen Talkshow auftauchen, dann aber mit einem ganz anderen Problem. So sprach die 19jährige Silke z.B. mit der verständnisvollen Arabella über ihre Gewichtsprobleme (wiegt 180 kg) und darüber, wie diskriminierend sie es findet, wenn ihr die Leute nachschauen oder gar "Doppelwhopper" hinter ihr her rufen, der noch viel verständnisvolleren Bärbel Schäfer erzählt sie dann , daß sie als Kind ihren Stiefvater aus dem Haus ekelte, weil sie Angst hatte, durch ihn die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu verlieren. Da fragt man sich doch: hat die arme Silke wirklich so ein schlimmes Leben mit 180kg und unausstehlichem Stiefvater, oder ist sie ganz einfach nur Schauspielerin? Ist im Endeffekt aber eigentlich egal, Hauptsache alle kommen auf ihre Kosten und können sich freuen, weil sie weder 180 Kilo wiegen, noch einen unausstehlichen Stiefvater aus dem Haus ekeln müssen. Ganz toll an diesen Talkshows ist auch, daß es immer einen gibt, auf dem alle rumhacken dürfen. Den erkennt man meistens sofort. Das ist dann nämlich der, der beim Thema "Ich gerate immer an den falschen Mann" sagt: "Die Weiber sind doch selber schuld! Wenn mich eine heißmacht und ich sie dann flachlege und schwängere, heißt das doch noch lange nicht, daß ich sie auch gleich heirate und den treusorgenden Ehemann und Vater spiele!". Der taucht dann auch immer schon in den ersten 10 Minuten auf, damit sich die übrigen Talkgäste und das Publikum während der nächsten 50 Minuten darum bemühen können, ihm zu erklären, wie abartig er doch ist. Nur der jeweilige Talkmaster muß auch hier wieder verständnisvoll bleiben und selbst aus der Meinung des "Arschs vom Dienst" noch etwas Einleuchtendes herauspicken. Ferner gehört es zu seine Aufgaben, die meist unverständlichen Beiträge der Talkgäste ins Hochdeutsche zu übertragen. Wenn also Sybille aus dem schönen Schwabenländle sagt: "Und die Oine, die welle doch bloß mit ere Frau is Nescht! Sag` mol, simmer Gummipuppe, oder was?", muß Arabella freundlich in die Kamera grinsen und übersetzen: "Sybille möchte uns damit sagen, daß die meisten Männer nur an das eine denken, und sich zur Befriedigung ihrer Gelüste ebenso an eine Gummipuppe wenden könnten." Und wenn die 60 Minuten Diskussion (die ja wegen der vielen Werbung nur 45 Minuten sind) dann um sind, wird der Zuschauer mit einem schönen Schlußsatz , wie z.B. "Liebe auf den ersten Blick ist besser als Triebe auf den ersten Blick" wieder in die rauhe Wirklichkeit entlassen,
Im folgendem berichtet unser Mitsponk Jan Nopper über die Erfahrungen, die er beim Versuch, die Umwelt zu schützen gemacht hat:
Um mein durch einige Eskapaden beim Herbstfest leicht angekratztes Image aufzumöbeln, beschloß ich, mich mindestens in einem Bereich als Vorbild zu profilieren. Da Umweltschutz gerade "in" ist, war meine Wahl schnell getroffen. Natürlich durfte diese Vorbildfunktion weder zeit- noch geldaufwendig sein und außerdem sollten sie möglichst viele mitkriegen. Nach einiger Bedenkzeit war es klar, daß alle Kriterien erfüllt sein würden, wenn ich in Zukunft statt Cola in Dosen Cola in Mehrwegflaschen kaufen würde. Zunächst warf auch die Ausführung dieses hehren Vorhabens keinerlei Probleme auf, da der Kauf der Mehrwegflaschen selbst für simple Gemüter wie mich zu schaffen ist. Schwieriger wurde es dagegen, die leeren Flaschen wieder loszukriegen und den Pfand zu erhalten. Denn die Bediensteten des MINIMALs wollen anscheinend erreichen, daß nicht nur die Preise, sondern auch der Service minimal ist, indem sie grundsätzlich erst nach einem längerem Zeitraum bereit sind, sich zur Flaschenannahmestelle zu bequemen und den Pfandzettel rauszurücken (Für Uneingeweihte: Neben dieser Annahmestelle befindet sich eine Klingel, die man benutzen soll, wenn man seine Flaschen abgeben möchte). Nachdem ich eines Tages 5 Minuten warten mußte, bis ein Angestellter des MINIMAL mißmutig erschien, mir die Flasche aus der Hand riß und mir den Zettel in die Hand drückte, beschloß ich am nächsten Tag ein Sturmklingeln zu veranstalten, in der Hoffnung, daß es dadurch schneller gehen könnte. Tatsächlich erschien diesmal schon nach einer Minute jemand, der mich mit den Worten "Wir sind hier nicht taub!" begrüßte. Als ich ihm daraufhin meine Qualen am Tag davor schilderte, erwiderte er: "Heute ist nicht gestern!" Da dies in meinen Augen eine Wahrheit ist, die sich jeder zu eigen machen sollte, beglückwünschte ich ihn zu dieser Aussage und sagte, daß ich mir diese merken müsse. Tja, nicht nur die Preise und der Service im MINIMAL sind minimal, anscheinend auch die Intelligenz der Angestellten. Denn statt sich über mein Lob zu freuen, antwortete er mir (wörtlich!): "Wenn du jetzt nicht das Maul hältst, fliegst du raus und kriegst gar nichts!". Mit diesen Worten entschwand er im Lager. Nach weiteren drei Minuten erschien er wieder und gab mir sogar (!) den Zettel. Völlig verdutzt ging ich aus dem MINIMAL, um eine Erfahrung und zwei Lebensweisheiten reicher: 1) Umweltfreundliches Verhalten wird bestraft. 2) "Heute ist nicht gestern!" Und am wichtigsten: 3) Im MINIMAL sind nicht nur die Preise minimal!
Was als Akt der Solidarisierung begann, sollte ein böses Ende nehmen.
Vor nicht allzu langer Zeit zog sich Stephan den Unmut der 5.Klässler zu, indem er öffentlich gegen sie hetzte. Als er die ganze Tragweite seines verwerflichen Handelns erfaßte, traf er eine folgenschwere Entscheidung. Zutiefst bekümmert bat er eine Gruppe von 5.Klässlern um Verzeihung - nur auf eine etwas ungewöhnliche Art: Um das große Ritual des Schneeballwerfens, welches die 5er geradezu kultisch verehren, zu würdigen, folgte er ihrem Beispiel und warf ebenfalls. Doch diese großherzige, edelmütige und zutiefst ergreifende Geste der Verbrüderung wurde von einer wichtigen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens fehlgedeutet: Glunk himself! Nachdem er sich ein Bündel 5er geschnappt hatte, wurde auch Stephan zum Opfer der Justiz. Mit den Worten "Du kommst auch gleich mit!" wurde über unseren armen Mitsponk gerichtet. Das Urteil war niederschmetternd: Eine Stunde Schneeschippen! (Augenzeugen berichten, Stephan hätte laut und bitterlich geweint ...). Bei Strafantritt konnte einem dann Angst und Bange werden angesichts der zwielichtigen Gestalten, die ebenfalls verurteilt worden waren: Vom vertrauensunwürdigen Heftvergesser (ein Wiederholungstäter!) bis zum Rebell, der gegen das Glunk-Regime protestierte (er weigerte sich, das Schulhaus in der Pause zu räumen) war alles vertreten. Kolonnenanführer Broghammer trieb die Häftlinge immer und immer wieder zu harter körperlicher Arbeit an. Ein völlig kaputter, seelisch gebrochener Stephan schilderte uns später mit trauriger Stimme: "Das würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind gönnen. Ich bin durch die Hölle gegangen!". Erschütternd, nicht wahr ?
Rauchen zum Wohle der Menschheit
In diesem überzeugenden Beitrag erläutert uns S. die Vorteile des Rauchens:
Bis heute gab es noch nie einen Artikel in einer Schülerzeitung des FG's, der das Rauchen befürwortete. Darum werde ich dieses Versäumnis hiermit nachholen und Euch offiziell zum Rauchen auffordern, da Eure Raucherei den Mitmenschen nutzt und man es als solidarische, wohltätige sehen sollte, wenn jemand mit einer Zigarette über den Schulhof läuft.
Denn: -Je mehr Elftklässler beim Rauchen erwischt werden, desto mehr Leute hat Herr Broghammer zum Schneeschippen und Schule aufräumen, und damit werden die Putzfrauen entlastet. -
Dann: Wer raucht stirbt durchschnittlich 5 Jahre früher als ein Nichtraucher; somit muß der deutsche Steuerzahler pro Raucher 5 Jahre weniger Rentengelder aufbringen. -
Desweiteren ist die Zigarette im Mundwinkel ein guter Schutz gegen brutale Elftklässler; diese haben normalerweise zwar einen Riesenspaß daran, kleinere Mitschüler umzurennen, sehen aber aufgrund der Brandwundengefahr davon ab, Raucher zu drangsalieren. -
Da wäre noch: Wer raucht treibt weniger Sport, was erstens dazu führt, daß in der Sportstunde weniger Leute anwesend sind und man somit z.B. beim Volleyball weniger Mannschaften aufstellen muß und deswegen öfters zum Spielen kommt; zweitens verringert sich das Risiko von Sportverletzungen erheblich, wenn man weniger Sport treibt. -
Und: Der Gesundheitsminister warnt: Rauchen gefährdet die Gesundheit ihres Kindes schon in der Schwangerschaft. Daraus kann man entnehmen, daß Raucherinnen besser verhüten, da sie sonst während der Schwangerschaft nicht so viel rauchen dürften. Dadurch wird das Problem der Überbevölkerung verringert! Also sollten die Nichtraucher das Rauchen mehr unterstützen und Raucher mit Bewunderung und Ehrfurcht betrachten; die Raucher unter Euch sollten nicht mehr verstohlen hinterm Busch rauchen, sondern sich offen bewundern und preisen lassen; und unsere geliebten Pädagogen sollten mit gutem Beispiel vorangehen.
5/97 F.S & D.B.