Archiv:
theater-ag 96/97 
theater-ag 97/98 
Die Mitwirkenden
Fotoauswahl
Dank
Zurück

theater - ag 98/99


" Lysistrata "

von Aristophanes


Krieg
Lust Liebe Frieden Krieg Lust Krieg Frieden Liebe Lust Krieg Frieden Lust Krieg
Streik Liebe Frieden Liebe Lust Frieden Krieg Streik Lust Liebe
Frieden



Krieg ist der Vater aller Dinge. (Heraklit um 500 v. Chr.)

Alle Macht den Frauen, denn sie haben die Pantoffeln an.

Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. (Karl v.
Clausewitz 1780 - 1831)

Politik machen die Frauen.

Im Waffenlärm schweigen die Gesetze. (Cicero 106 - 43 v. Chr.)

Wenn die Frauen streiken, ruhen die Waffen.

Zum Kriegführen sind dreierlei Dinge nötig: Geld, Geld, Geld! (Giacomo Trivulzio
1436 - 1518)

Um ihn zu beenden, bedarf es: Frauen, Frauen, Frauen!



Schon vor 2500 Jahren gab es Männer, gab es Frauen, und damit auch Probleme. Die
einen sahen im unentwegten militärischen Einsatz ihre Erfüllung, die anderen
zogen ein friedliches Familienleben vor. Dem griechischen Dichter Aristophanes
(ca. 400 v. Chr.) gelingt es nun auf "wundersame" Weise diesen Konflikt zum
Ausgleich zu bringen: Die Frauen treten in den Streik und siehe da, die deutlich
gezeichneten Männer lenken ein.

 

2410 Jahre sind seit seiner Entstehung vergangen, doch noch immer ist ein Thema aktuell: Männer führen Kriege, zerstören Natur und das Leben, tragen das Leid in alle Winkel der Welt. Und die Frauen ? Sie stehen dabei, weinen und schaufeln geduldig die Gräber. Soll denn das wirklich ewig so weitergehen?" Aristophanes lässt die Frauen revoltieren. Unter Führung der streitbaren Lysistrate verschanzen sie sich auf der Akropolis und verweigern den Männern solange die Liebe, bis Freund und Feind zum Friedensschluss bereit sind. Auseinandersetzungen mit den kriegführenden Männern sind programmiert. Dieser berühmte Aufruf zum Ehe-Streik hat in neuerer Zeit an den Theatern der Welt wieder große Popularität erlangt und wurde zum Stoff für zahllose Nachahmungen und Bearbeitungen.



Aristophanes (455 bis 385 v. Chr.) gilt als erster großer Komödiendichter des Abendlandes. 
Er hat 44 Stücke geschrieben von denen elf erhalten sind.
  Alle zeichnen sich aus durch humorvolle Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen seiner Zeit.
 "Lysistrata" wurde erstmals 411 v. Chr. aufgeführt.


1/99 © PROJEKT INTERNET am FÜRSTENBERG-GYMNASIUM DONAUESCHINGEN