Der Fall 
des Schülers
Vehgesack

Komödie von Georg Kaiser

Theater-AG
Fürstenberg-Gymnasium

Große Spende für Afrika

Erfolgreiche Benefizvorstellung der Theater-AG



Donaueschingen (cc) Am Dienstagabend fand die letzte Vorstellung von „Der Fall des Schülers Vehgesack“ am Fürstenberg-Gymnasium statt, dieses Mal war es aber eine Benefizvorstellung (wir berichteten). Die Idee für ein Projekt in Afrika zu spenden kam von der Theater-AG unter der Leitung von Gabriele Rottenecker selbst.
Die Regisseurin Gabriele Rottenecker führte anfangs in den Abend ein. Sie machte die rund 250 Zuschauer darauf aufmerksam, dass das FG bemüht ist die Schüler in allen Bereichen auszubilden. Es gibt aber außerdem eine ganze Reihe von AGs für Interessierte: Von Sport über Musik und Naturwissenschaften bis hin zur Theater-AG reicht die Palette. Anhand der Theater-AG beschrieb Frau Rottenecker das Arbeiten in einer solchen AG. Mit dem auswendig lernen fängt es an, was eine „außerordentliche Gedächtnisaufgabe ist“, danach heißt es die jeweilige Rolle zu verstehen nach dem indianischen Motto „Wer jemand anderes verstehen will, muss erst in seinen Mokassins gehen.“ Die Schüler lernen geduldig und diszipliniert zu sein und lernen dabei „Lektionen fürs Leben“. „Ich bin dankbar mit so begabten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen, um ihre gegebenen Talente zu fördern“, meinte Rottenecker stolz. Ebenfalls ist sie stolz darauf, dass die hiesigen Schüler diese Bildung genießen dürfen. Deshalb war die Theater-AG der Meinung sich durch ihre Begabung sozial zu engagieren, indem sie für ein Projekt in Swasiland eine Benefizvorstellung veranstalteten, um den dortigen Kindern zu helfen.
Nach der Einleitung durch Frau Rottenecker, stellte die Schülerin Julia Kovatcs, die ihr Abitur in Swasiland absolvieren wird, das Projekt vor. Es handelt sich um ein Kinderprojekt der Organisation „Sacro“, die Straßenkindern eine Bildungsmöglichkeit gibt, sodass die Kinder zukünftig eine Berufschance haben. 


Erschreckende Lebensbedingungen – Hilfe für Straßenkinder

Swasiland, ein Königreich, liegt zwischen Südafrika und Mosambik und fasst etwa eine Million Einwohner. Das wohl größte Problem des Landes ist neben Armut und Geldmangel AIDS. 42 Prozent der Bevölkerung ist von dem Virus infiziert, deshalb hat Swasiland die höchste Aidsrate weltweit. Die meisten Familien leben ohne Vater, da diese oft in Polygamie leben. Die zurückgebliebene Familie muss Hunger leiden, wobei viele Kinder und Mütter sterben. Die Kinder fühlen sich oft als eine Belastung der Familie und hauen von zuhause ab. Diese Kinder enden meist als kriminelle Straßenkinder oder verkaufen sich als Prostituierte, wobei Aids wiederum verbreitet wird.
In Swasiland fehlen jegliche Schulgelder, die den Kindern eine Schulbildung ermöglichen können. 
Genau hier tritt die Organisation „Sacro“ in Kraft, die Straßenkinder aufnimmt und sie in eine lokale Schule bringt. Oder die straffälligen Kinder durch ein zwei jähriges Programm wieder in die Gesellschaft zu integrieren versucht. Sie bekommen warmes Essen und ein „zuhause“ von der Organisation. Außerdem werden die Kinder über Aids aufgeklärt, denn die Swasis haben einen Irrglauben über die schlimme Krankheit.
All diese Aktionen basieren auf Spenden, aber sie sind sehr nötig, da 45 Prozent der Bevölkerung jünger ist als 14 Jahre. Das heißt, die Kinder stehen an erster Stelle, sie müssen gefördert werden, da sie die Zukunft Swasilands sind. 

Nach einer wiederum erfolgreichen Theateraufführung in der Schulaula, spendete das Publikum reichlich: Es kamen insgesamt, auch mit der Spende der Theater-AG beim Sektausschank, 1630 Euro zusammen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die Theater-AG an einem Vorstellungsabend eingenommen hatte. Julia Kovatcs kann sich nun wieder auf den Weg nach Afrika machen mit einer Menge an Geld und dieses im Januar mit ihrer Garantie sinn voll einsetzen.

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